Swiss Student Fund for Children Empowerment

19. Oktober 009

Mein letzter Bericht aus Gambia

 

Somit wird das voraussichtlich mein letzter Bericht aus Gambia sein. Man
kann hier wirklich von einer EINMALIGEN (in jeglicher Hinsicht) Lebenserfahrung sprechen, welche ich so schnell nicht wieder vergessen werde.

Ganz liebe Grüsse aus dem Gambia, welches mich sicherlich prägte und mir Eindrücke und Erlebnisse mit auf meinen zukünftigen Lebensweg gab!

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18. Oktober 2008

über Malaria, common cold, Sheraton, Toubab und Babylon

 

Das letze Mal, wo ich mich bei Euch gemeldet hab, bin
ich soeben aus Babylon (so heisst Europa in Gambia) - und jeder, aber
auch wirklich JEDER der ein bisschen mehr pigmentierten Menschen als wir
es sind hat nur ein einziges Ziel: wie komme ich am schnellsten dahin.
Schon krass, man sitzt einfach rum, kratzt sich da, wo es einem am
wohlsten ist und wartet bis irgendein Toubab/-in kommt, der einem nach
Babylon mitnimmt. ODER aber, man bezahlt ca. 30′000 Dalasi (~ 1000 Euro)
für eine der illegalen und äusserst lebensgefährlichen Überfahrten zur
iberischen Halbinsel.

Es kehrte der alltägliche Trott ein, obwohl ich je
länger je weniger zu tun hatte, da meine Studenten mittlerweile in der
Lage sind, Patienten selbstständig zu behandeln.

Am Wochenende, eingecheckt, an der Bar im Hotel in der Haupstadt Banjul,
mit meinem obligaten GinTonic sitzend überkam mich eine Art von Glücksgefühl. Lernte dort eine mexikanische Flugbesatzung (Pilot, Copilot, 4 Crews) kennen, die seit über 1 1/2 Monaten im Sheraton wohnten. Die Jungs wurden von der gambianischen Fluggesellschaft (welche übrigens auf der schwarzen Liste in Europa ist (= europaweites Landeverbot)) gemietet, um deren Flugzeuge zu fliegen. Dumm nur, dass die Fluggesellschaft kurz vor dem Grounding steht, die Jungs irgendwie vergessen wurden und nun seit geraumer Zeit sich ein schönes Leben im Sheraton auf Kosten einer im Sterben liegenden Company machten. Die
Flieger waren passionierte Beachvolleyballspieler (würden sonst ich glaube vor Langeweile sterben) und so betätigte sich Kleinmarkus zum ersten Mal in Gambia sportlich:)

4. 10. 2008 - Gegen Nachmittag bekam ich plötzlich starken Schüttelfrost, Übelkeit und vor
allem unglaubliche Kopfschmerzen. Lag ab 17 Uhr im Bett und hab mich selbst bemittleidet. Am Sonntag verstärkten sich die Symptome und ich bekam langsam Angst, da Malaria in diesem Land an der Tagesordnung ist und die Prophylaxe nur einen ca. 75% Schutz gibt. Am Montag gings mir zum Glück ein bisschen besser, doch wollte ich Malaria mit Sicherheit
ausschliessen und so begab ich mich in das nur 1 1/2 Stunden entfernte Privatlabor. Der Goldstandart in der Malariadiagnostik ist ja bekanntlicherweise der “Dicke Tropfen”, dass man mir dazu aber den halben Finger amputieren würde, wusste ich zum Glück im Vorfeld nicht. Der Finger ist zwar noch dran, aber der liebe Laborant benutzte doch eine 24g IV
Kanüle um ein Loch zu in meinen Finger zu stanzen. DANKE. Langer Rede kurzer Sinn: Keine Malaria … es sei nur ein “common cold”…

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8. Oktober 2008

von Brikama bis nach Basse und zurück

 

Mein vorgegebenes Program sah den Besuch der
entlegensten östlichen Provinzen von Gambia, nahe der senegalesischen
Grenze vor. Ich war die letzten Wochen damit beschäftigt, diesen Trip zu
organisieren, und glaubt mir, es war wirklich nicht einfach. ABER, die
Schweiz hat mal wieder gewonnen. Mit viel Ach und Krach organisierte ich
einen Touribus und die nötigen Schlafmöglichkeiten. Es kostete viel
Schweiss, Geduld und Überzeugungsarbeit, aber am Ende hats geklappt.
Aufbruch war auf 07.00 terminiert. Auf der Reise besuchte ich alle zukünftigen
Arbeitsplätze meiner Studenten und nahm einen Augenschein vor Ort. War
wirklich sehr interessant, da ich vom simplen Health Center bis zum
Landesspital alles sah. Im Landesspital wurde ich dem CEO vorgestellt,
der persönlich eine Führung durch das ganze Spital inkl. Ops leitete.
Schon krass. Auf einem an eine Holzplanke erinnernder Operationstisch
werden sozusagen alle möglichen Eingriffe (Trauma, Tumor,
Viszeralchirurgie) vorgenommen, ohne jegliches Monitoring der
Vitalfunktionen. Habe leider vergessen nach der Überlebensquote zu
fragen. Es waren etwa 7 Stationen die ich auf der Hinreise besuchte. Die
Hinreise machten wir übrignens auf der Südbank, auf welcher die Strasse
nicht richtig ausgebaut war. Von Brikama (da wohne ich) bis nach Basse
(unser Endziel) waren es ca. 400 km. Maximalgeschwindigkeit 30 km/h,
welche aber nur selten ausgefahren werden konnte. Man rechne!! Eine
Klassenfahrt ist ja bekanntlich immer lustig. Schon komisch, früher war
ich derjenige, der einfach zurücklehnen und geniessen konnte, jetzt
hatte ich die Verantwortung für 12 Leute. 

Unser Ziel erreichten wird dann auch um 02.30 Uhr und stellten zu
unserer Freude fest, dass ganz Basse seit 3 Tagen kein Strom (wird mit
Dieselgeneratoren erzeugt. Benzin ist im ganzen Land sehr knapp) und
fliessend Wasser hatte. Ausserdem sahen die “Zimmer” aus, als ob sie
über Jahrhunderte unter Wasser standen. ALLES lebte darin - eine “spezialisierte indoor Flora und Fauna” kann man da schon sagen. Am nächsten Morgen nahmen wir dann einen
Augenschein von unserem Arbeitsplatz für die nächsten 3 Tage und mussten
“überraschterweise” feststellen, dass NICHTS vorbereitet wurde. Richtete in einer Augenklinik aus dem vorherigen Jahrhundert (es wurde sicherlich auch das letzte Mal zu diesem Zeitpunkt gereinigt) ein “Feldklinik” mit 5 Behandlungsplätzen ein. Was dann  passierte, stellte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vor. Am ersten Tag kamen über 100 Patienten, um sich gratis behandeln zu lassen. Das Ganze endete in einer
Massenschlägerei mit Einschreiten der Polizei, da die Leute sich wie wilde Tiere benahmen. Unglaubliche Bilder. Jeder wollte zuerst behandelt werden. Da wir ja keinen Strom hatten, musste ich gegen Abend, als es drinnen zu dunkel wurde, die Behandlungen im Freien auf dem Boden durchführen. Nach diesen 3 Tagen haben wir es doch tatsächlich geschafft
über 270 Patienten zu behandeln, teils liegend, teils sitzend oder eben draussen auf dem Boden. Ich blicke schon ein bisschen stolz auf das Geleistete zurück, da mir der Klinikleiter gesagt hat, dass diese Zahl noch von keinem ToubabZahnarzt erreicht wurde. Des Weiteren machte es mich ebenso stolz, als ich gesehen habe, wie sich “meine” Studenten in
einer solchen Situation verhalten und das von mir vermittelte Wissen praktisch umgesetzt haben. Es sind alle reif für das selbstständige Arbeiten … und dies in nur 2 1/2 Monaten. Entweder sind diese Jungs und Mädels unglaublich klug, oder der Lehrer ist einfach weltklasse ;-).

Der ganze Trip war ein voller Erfolg. Rückreise am Sonntag 12.10. über die Nordbank auf einer ausgebauten 2 spurigen Autobahn verlief eigentlich bis fast zuletzt perfekt. Knackpunkt war der Übergang mit der Fähre von Barra nach Banjul, vergleichbar mit einem Nadelör. Da die Nordbank eine richtige Strasse hatte, ist diese Seite die Hauptverkehrsachse von der Hauptstadt in die Provinzen und deswegen auch ziemlich frequentiert. Der Fährbetrieb über den gut 800 m breiten Gambiariver (kurz vor seiner Mündung ins Meer) wird von 3 Fähren, welche mit denen zwischen Horgen und Meilen auf dem Zürichsee verglichen werden können. Beim Zeitpunkt unserer Ankunft waren aber 2 Fähren defekt!!! Der ganze Verkehr wurde also mit einer Fähre über diesen verdammten Fluss befördert. Dauer eines Zyklus: 1 Stunde. Nach 4 Stunden Wartezeit in der prallen Sonne wurde dann von einem Polizisten verkündet, dass die nächste Fähre die letzte sei. Was dann geschah, kann man mit einemBeinahetodeserlebnis vergleichen. Der Zufahrtsweg zur Fähre führte über einen ca. 100 m langen Quai, der links und rechts durch 5 m hohe Mauern begrenzt war, ein Kanal sozusagen. Wie durch ein Wunder schafften wir es an Bord und so schipperten wir in einer hoffnunglos überfüllten und kurz vor dem Auseinanderbrechen stehenden Fähre ans andere Ufer.

Wie glücklich war ich, wieder “zuhause” zu sein. Nach dem Abstecher in Basse erschien mir meine Behausung (über welche ich mich anfänglich so beschwert habe) wie ein Luxushotel.

 

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20. September 2008

Gambias Don Johnson aus Miami Vice

Mittwoch morgen, 10.9., 04.15 steck ich den Schlüssel in mein “Zuhause”
in Gambia … und wurde fast ohnmächtig. Ne Riesenschweinerei, alles
druchwühlt, Koffer aufgebrochen, Geld weg, Briefe
aufgerissen und zerstört. Es wurde eingebrochen.
Bin morgens um halb fünf meine Betreuerin
aus dem Bett holen gegangen… erstaunlicherweise passierte …nichts. Muss aber
sagen, dass die Anteilnahme an dem Ereignis wirklich gross war, und
jeder vom Kindergartenstaff zu mir gekommen ist, und gsagt hat, wie leid
es ihm tut. 
Der Imam (Priester der Moschee) von diesem Distrikt kam sogar zu mir und bat
mich, dass die das selber in die Hand nehmen. Ausserdem kam auch ein
Marabut (Mischung zwischen Imam und JuJu Man (Voodoo Priester) zu mir,
sprach irgendeinen Fluch aus, hing Voodoopuppen über meine Eingangstüre
und unter mein Bett und sagte, der Dieb könne fortan nicht mehr zur
Toilette, solange er das Geld nicht zurückgeben hat. Stellt euch vor
…. es passierte … nichts. Nach einer Woche kamen diese Leute zu mir
und sagten mir, ich solle nun doch zur Polizei gehn. Das Endresultat
wird durch diese Aktion sicherlich nicht beeinflusst, aber ich hatte
wieder ein Erlebnis mehr. Die Polizeistation war DER HAMMER. Der
Hauptwachtirgendetwaswichtiges war ein Don Johnson aus Miami Vice …
einfach schwarz (mit Hawaiihemd). Wirklich der Brüller. Jedesmal, wenn er
mit mir sprach musste ich mir das Lachen unterdrücken. Wäre der nicht da
gewesen, hätte ich sehr wahrscheinlich zu weinen begonnen. Man stelle
sich das so vor: 3 Uniformierte hinter dem Tresen, zusammen mit ca. 20
Nichtuniformierten (nein, sicherlich keine Privatermittler), die einfach
lautstark irgendetwas rumbrüllten. Daneben Gefangene in Ketten und nur
in Unterhosen. Vor dem Tresen ca. 1 Mio. Menschen, die alle irgendwas 
wichtiges anzuzeigen hatten… 3 1/2 Stunden dauerte das ganze Procedere …
gebracht hats bisher … nichts.

Tja, nichtsdestotrotz habe ich mit dem Program weitergemacht und meine
Studenten sind mittlerweile in der Lage Glasionomer - Füllungen zu
legen, und dies auch noch erstaunlicherweise gut (liegt sicherlich am
Lehrer
). Haben nun begonnen die 450 Kindergartenkinder
durchzuackern, d.h. staten und behandeln. Es ist schon krass, in was für
einen schlechten Zustand die Zähne bereits im Kindesalter sind. Habe
auch für 2 Wochen Besuch aus Deutschland bekommen. 2 Zähnärzte und 3
Studenten sind für 2 Wochen hier, um Studien über die Langlebigkeit von
GIC Füllungen zu machen.

In diesem Sinne CARPE DIEM und euch allen ein schönes Wochenende.

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31. August 2008

Mägge in Afrika (Dr. med. et med. dent. Markus Cierny in Gambia)

Markus wird in Gambia während 3 Monaten Studenten zu CHW’s ausbilden (Community health worker), welche ART beherrschen müssen (Atraumatic restaurative treatment = Restaurationen ohne rotierende Instrumente, GIC Füllungen). Seine Aufgabe beinhaltet sowohl Frontalunterricht (8 Stunden pro Tag, v.a. zu Beginn meines Aufenthalts), als auch praktische Instruktionen am Patienten. Nebenbei wird er, v.a. Freitags, die örtliche Bevölkerung sanieren.

VIEL SPASS UND ALLES GUTE, LIBER MARKUS!!!

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31. August 2008

Salama Leikum Mohammed Markus Ann

 

Also, wie ihr seht gibts mich noch. Man koennte fast sagen wieder ein bisschen mehr, als noch vor zwei Tagen. Gestern Freitag war Maria Himmelfahrt … und stellt euch vor, die liebe Marry hatte erbarmen mit dem lieben Christen Maegge (alleine in Muslimland Gambia) und sandte ihm seinen so sehr fehlenden Koffer:)

Sich ueber seine wiedererhaltene Privatapotheke freuende Markus setzte sich, eingehuellt in eine Wolke von Antibrumm forte, gemuetlich waehrend des Sonnenuntergangs auf seine Veranda (zuvor verkroch ich mich bei Sonnenuntergang schoen unter mein Mosquitonetz und verbrachte den Abend auf einem 90×110cm ehemaligen Spitalbettcehn) und wurde natuerlich genuesslich von den Mosquitos aufgefressen. Gut gemacht. Manchmal muss man halt zuerst hinfallen, bevor man begreift, dass die Schwerkraft doch existiert. Nun ja, zum Glueck befinde ich mich nicht in einem Hochrisikogebiet fuer Malaria, welche eine der Haupttodesursache fuer Schwangere und Kinder unter 5 Jahren hier in Gambia ist…

Fuer alle, die es noch nicht wissen: Ich befinde mich in Brikama (Gambia), wo die Uni Witten - Hardecke (D) unter Leitung von Dr. Andreas Jordan einen Kindergarten und eine rudimentaere Zahnklinik aufgebaut hat. Zu diesem Projekt bin ich wegen der freundlichen Unterstuetzung von Stephan Baumgartner (Swiss Student Fund) gekommen, welcher zur Zeit soeben sein Examen in Zahnmedizin in Zuerich abschliesst. An dieser Stelle moechte ich dir - lieber Stephan - nochmals alles Gute und viel Glueck wuenschen.

Meine Hauptaufgabe ist -  neben Behandlung der oertlichen Bevoelkerung natuerlich - die Ausbildung von Krankenschwestern/-pflegern und Militaerangehoerigen waehrend 3 Monaten zu CoHW’s (Community Health Worker) mit abschliessender Pruefung und Diplom. Diese sogenannten CoHW’s koennen anschliessend in ihr Dorf zurueckkehren und duerfen Anaesthesie legen, Zaehne ziehen und einfache Fuellungen aus Glasionomerzement legen. Dies alles natuerlich nur, wenn ich sie die Pruefungen bestehen lasse …:)

Es war wirklich faszinierend dem Klinikleiter bei der Arbeit zuzusehen. Der exte einen 16, subgingival frakturiert, karioes bis ins Kleinhirn, mit diesen Instrumenten in 5 min. ohne Schmerzen fuer den Patienten. Wenn man hier etwas lernen wird, dann Zahnextraktionen. Zwar koennen sie auch Fuellungen machen, doch haben sie nur Bohrer aus den 60er Jahren (Gestaenge mit Drehwinden) ohne Wasser, ohne Absauger, ohne Luft … nun ja, optimal fuer Kompositfuellungen!

Bin nun mittlerweile seit zwei Wochen Dozent. Wer jetzt lacht … hat defintiv recht. Aber es ist halt trotzdem so. Habe mit dem Unterricht zur Ausbildung der CoHW (Community oral Health Worker) begonnen. Meine Kontaktperson in Deutschland hat mir gesagt, dass ich jeweils 4 Stunden am Morgen und 4 Stunden am Nachmittag unterrichten werde. Nunja, 4 Stunden am Morgen heisst fuer mich Beginn logischerweise um 08.00 Uhr. Nunja, denkste, Maisbrot im Quadrat. Kleinmaegge stand mutterseelenalleine vor verschlossenen Tueren. So gegen 9.30 Uhr bequemte sich dann mal der erste Student richtung mich. Schulbeginn war am ersten Tag dann doch schon um ca. 10.30. Haben uns mittlerweile geeinigt, dass der Unterricht um 9.30 beginnt, bis 11.30, Mittagessen, 13.00 weiter, 14.00 beten, 14.30 weiter, 15.30 Schluss. Unglaublich hartes Programm, ich weiss. Das mit den 9.30 haben aber leider immer noch ganz alle kapiert … ok, muss zugeben, es ist einerseits verdammt schwer, sich eine Zeit merken zu muessen, anderseits ist es auch unglaublich und unmenschlich frueh am Morgen. Von daher habe ich natuerlich Mitleid mit meinen Studenten, moechte ja nicht als Unmensch dastehen und die armen ueberarbeiteten Mitmenschen auch noch hetzen. Ausserdem haben die meisten Leute hier Muehe mit dem Kalender, aber im Rahmen meiner unermesslichen Grosszuegigkeit und Geduld schaue ich auch da mit allen 3 Augen beiseite. Gestartet habe ich mit 5 Schuelern, jetzt sind wir mittlerweile 9, obwohl der letzte erst am Donnerstag (sprich vor 2 Tagen) erschienen ist. Lustig, v.a. in Anbetracht dessen, was ich denen alles in nur 3 Monaten beibringen muss, und der Wissensunterschied von 2 Wochen doch schon betraechtlich ist. Aber was solls. Gamia NO PROBLEM ist hier das wohl allessagende Motto und als neutral flexibler Schweizer geht man halt schoen mit dem Strom…

Heute war mein bisher erlebnisreichster und interessantester Tag in Gambia. Einer meiner Studenten wurde kuerzlich Vater  (ps: ist unglaublich wieviele Kinder hier sind … habe gelesen, dass 65% der Bevoelkerung unter 10 Jahren ist) und hat mich zur Namensgebungszeremonie in sein Dorf (Brikama) eingeladen. Wow, war wirklich eindruecklich.  Das ganze Dorf war da versammelt und meine Anwesenheit wurde als Zeichen des Gluecks fuer das Kind gedeutet!!! Aus diesem Grunde haben die Dorfaeltesten beschlossen, dass das Kind im Mittelnamen nach mir benannt wird: Mohammed Markus Ann. Es war wirklich zum Schmunzeln - ich fühlte mich unglaublich geehrt!

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