Swiss Student Fund for Children Empowerment

8. Februar 2009

 

2. Wochenende: El Salvador, das Land

 

Ausgestattet mit einem kleinen „Büssli“ und einem Privat Chauffeur gings los, El Salvador zu erkunden. Zuerst besuchten wir die Maya Ruinen San Andrés, danach die Ruinas de Cihuatan. Schliesslich erreichten wir gegen Abend unser Tagesziel Suchitoto. Nach einem kleinen Abstecher zum  Lago de Suchitlan und den Wasserfällen Los Tercios genossen wir ein feines Abendessen im gemütlichen Hostel mit fantastischem Milchshake.

 

Am nächsten Morgen erkundeten wir das noch etwas verschlafene Dörfchen Suchitoto und die Iglesia Santa Lucia.

Auf der bekannten Pan Americana gings weiter Richtung Nordwesten. Nach eindrücklichen einheimischen Marktbesuchen mit Schoggibananen, Coconut und Papas Fritas fuhren wir entlang der Ruta de las Flores, einer kurvigen Bergstrasse von Sonsonate bis nach Ahuachapan, 36km lang.

Das Highlight des Tages war die Laguna Verde, ein kleiner Kratersee, mehrere km abgelegen von einem Bergdörfchen, erreichbar nur über eine schlecht zugängliche Schotterstrasse, empfohlen nur mit einem 4WD.

Da es schon beinahe dunkel wurde, wir diesen Kratersee nicht verpassen wollten und es zu Fuss zeitlich nicht mehr machbar gewesen wäre, brachte uns unser Fahrer nach einer abenteuerlichen Fahrt heil an unser Ziel.

Belohnt wurden wir mit einem fantastischen Blick auf den See mit Sonnenuntergang. Nach dieser aufregenden Fahrt entspannten wir uns während eines gemütlichen Spaziergangs um den See entlang Bananen- und Kaffeeplantagen und salvadorianscher Vegetation.

Der Tag endete mit einer Vollmond Heimfahrt im „Büssli“, wobei wir in Santa Ana noch einen kurzen Nachtessens Stopp im Pizza Hut einlegten.

Gegen neun Uhr Abends kamen wir todmüde im Kinderdorf an und waren alle froh ums weiche Bett.

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2. Februar 2009

 

1. Wochenende: El Salv, Meer und Dolce Far Niente

 

Bereits Freitagmittag holte uns Oswaldo, der Fahrer von NHP, vor dem Casa der Niños ab. Nach einem kurzen Aufenthalt mit Aussicht auf den von Vulkanen umgebenen Lago de Coatepeque erreichten wir nach einer etwa zweistündigen Fahrt die Küstenstadt La Libertad. Von dort aus ging es der Küste entlang weiter an die Playa el Zonte (bekannter Surfort), wo wir uns in einem kleinen, familiären Surferhostel einnisteten.

In den nächsten zwei Tagen genossen wir den tollen Blick auf den Pazifik von den Hängematten aus, übten uns fleissig im Surfen, dazwischen erfreuten wir uns an der reichhaltigen Menükarte mit Clubsandwich, frisch gefangenem Fisch, Papas Fritas und Pancakes zum Frühstück. Viel zu schnell war es Sonntag um 16.00 Uhr und das Dolce far niente war vorüber!

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28. Januar 2009

Taschen, Koffer & Montezuma bei km 77 nach Matapan, El Salvador

 

Nach dem zeitraubenden Packen und Fuellen der unzaehligen Taschen und Koffer und dem obligatorischen Treffen mit dem Team trafen wir uns am Flughafen am Abend (mit SSF-Präsident Stephan) fuers Einchecken. Die Dame am Schalter war sehr nett, wenn auch unglaublich langsam und vergass sogar einen Koffer mit dem Transportzettel zu markieren. Ganz zuvorkommen und entgegenkommend war, dass die Waage klar uebersehen wurde und unser Uebergepack ins Nichts verschwand … Die nachfolgende Uebung war dann gelinde gesagt nerventoetend, wussten wir bis in El Salvador nicht, ob der richtige Kiffer bezettelt worden war … Der Flug nach Madrid war kurz und schmerzlos, puenktlich bewegte sich der Airbus, dann blieb er stehen, mussten die Fluegel enteist werden, dann wartete er auch einen freien Platz und los gings, recht verspaetet und spaeter mit Entschuldigungen von Seiten des Piloten der kaum zu verstehen war:) In Madrid assen wir etwas, sicher ist sicher; das Oel war alt und das Essen, na ja, der Hunger ist der beste Koch. Puenktlich startete die Maschine dem naechsten Ziel entgegen. Ihr werde es kaum fuer moeglich halten, aber die 11 Stunden verflogen wie im Flug, der Service war gut und die Hostessen atypisch nett und freundlich, die IBERIA war mal nicht eine Katastrophe. Der Wechsel in Costa Rica war problemlos, ohne Schikanen und weiteren Oboli. Nach zwei Stunden landeten wir in San Salvador Flughafen, muede, aber nicht erledigt. Das Beste war, dass alle Koffer auf dem Band lagen, noch alle verschlossen, der Autista des Dorfes draussen wartete, und wir alles Gepaeck trotz unglaeubigen Blicken in de Minivan hineinpferchen konnten.

 

Die Fahrt ins Dorf war natuerlich fuer uns besonders spannend, wussten wir ja nicht, wohin es uns verschlagen wuerde. Nach dem letzten Abbiegen bei km 77 nach Matapan, begann das Buesschen schrecklich zu stottern und holpern, es war wie in einem Bachbett, und das ueber 4 (vier) km weit weg von jeder Zivilisation. Niemand kann sich die Abgeschiedenheit und Unerrreichbarkeit dieses Dorfes vorstellen, und weit und breit nirgenwo ein Petos mit pollo Sandwich (für die Guatekenner oder siehe Petos Cafe in Parramos, Guatemala)… Der Empfang war sehr herzlichn, kaum jemand auf den Wegen. In der Unterkunft war es sehr warm, ein Schlafzimmer mit drei Betten und einem Kaeltegeblase, dazu ein zweite Wohneinheit mit Doppelbett = Wohnzimmer/Kueche/Schlafzimmer, Aufenthalts- und Arbeitszimmer, heiss, stickig und ohne Kuehlung oder Ventilator. Dafuer mit einer Mikrowelle, einem Kuehlschrank und Gas-Kochherd.

Am naechsten Morgen begann der erste Arbeitstag mit Anschauen der Lokalitaeten und der Suche nach  Material oder zahnaerztlichen Elementen:  Also: Das Zahnarztsimmer existiert und ist mit vier, ich wiederhole, mit vier Stuehlen eingerichtet, die alle Strom haben und irgendwie sich bewegen lassen, nicht unbedingt wie gewuenscht, aber es bewegt sich doch … An den Stuehlen hingen die Arbeitsschlaeuche, alles eher in die Jahre gekommen. Das Wasser lief sogar im Bruenneli, das Klimageblaes aechzte unter der Hitze, das Zimmer muste unbedingt heruntergekuehlt werden, ansonsten alle unsere teuren Materialien sich spontan ausgehaertet haetten … Instrumente oder Verbrauchsmaterialien liessen sich kaum finden – spaeter erklaerte uns der nph-Zahnarzt, Dr. Rodolfo Recinos, sein Vorgaenger, ein Mexikaner, habe einfach alles beim Weggang mitgenommen und er nehme nun eben immer sein Material und seine Instrumente von zu Hause mit und arbeite eben so … Das Schwierigste war, dass keine Handstuecke vorhanden waren und unsere sich nicht auf die hiesigen  mitelamikanischen stecken liessen. Nach Ruecksprache mit der Direktion und dem Zahnarzt und dem SSF, versicherte uns der hiesge Zahnarzt ein baldiges Beschaffen. Und siehe, am Montag waren dann zwei in loco, wobei eines kaum seinen Dienst verrrichtet, weil die Bohrer nicht halten und das Wasser der Kuehlung nicht fliesst. Doch dank dem BienAir Sysytem und Ursina mit der Spritzflaschen lassen sich die Zaehne beim Bohren besser kuehlen und die Kavitaeten sind als solche erkennbar, fast perfekt!

In den letzten Tagen bis gestern, 09.02.2009, haben wir alle Kinder, die wir errreichen konnten, schulzahnklinikmaessig untersucht, eine Krankengeschichte erstellt und das Procedere bestimmt.Die Schulleitung, und besonders Señora Mirna, waren und sind unschlagbar in der Unterstuetzung. Kaum hat man was gewuenscht oder um etwas gebeten, schon ist es erledigt, nur die Traeume und etwas Kuehlung dauern laenger, also kurz, eine solche Hilfe und Zuvorkommenheit haben wir noch kaum je erlebt. Und alle sind puenktlich und so freundlich, einfach eine dauernde Freude. Die Kinder sind wie ueberall hier in Mittelamerika von einer so ausgelassen Froehlichkeit und Freundlichkeit, dass es uns biedere Schweizer einmal mehr tief bewegt. Dasselbe gilt auch fuer das Personal jeder Stufe. Das Essen ist reichhaltig und abwechslungsreich – morgens, mittags und abends, - frijoles in allen Varianten und Tortillas. Zum Glueck konnten wir bis dato zwei Mal in einem Einkaufszentrum etwas fuer den Hunger einkaufen. Leider war die erste Woche durch verschiedene sehr laestige und teils belastende Erkrankungen gestoert – der Moctezuma (eigentlich Motecuhzoma Ilhuicamina, (Nahuatl für der durch seine Wut herrscht und der nach dem Himmel schießt, spanisch auch Montezuma): ein hohes Risiko mit einer Inzidenz bis 50 % besteht bei Reisen nach Lateinamerika, Asien und Afrika - auf einigen Nilkreuzfahrten sind bis zu 80 % der Passagiere betroffen, was zu Synonymen wie “Pharaos Rache”, “Fluch des Pharao” oder “Pyramiden-Sidestep” führte (bei Reisen in Mittel- und Südamerika wird dementsprechend von “Montezumas Rache” gesprochen).  laesst gruessen – aber zzt. haben sich alle Erkrankten sehr gut erholt und essen nun noch mehr frijoles … Letztes Wochenende konnten die ‚Frauen’ ins Maedchenhaus zuegeln, wo sie endlich etwas Privacy haben koennen und sicher auch mehr Ruhe. Sogar das Zusammensein klappt, da die Tias unsere ‚Jovenes’ (”unverheiratete Jungen:) hereinlassen.

Dank dem hervorragenden Spanisch von Marcello verstehen uns alle und verzeihen mir mein nicht eben ueber alle Zweifel erhabenes Spanisch, disculpe. Heute haben wir zum ersten Mal die Roentgenanlage in Betrieb genommen und sogar, nach einem ersten Versuch, hervorragende Bilder geschossen. Das zweite Bild, von Lukas geschossen, ist sicher die schoenste Erfassung eines tiefkarioesen Molares hier in Salvador!

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28. Januar 2009

Ankunft und Arbeitsbeginn El Salvador

 

Kurz nach der Ankunft des Dorfes am Montagabend fanden die voll mit Materialien beladenen Koffer den Weg in die Klinik. Nach einer ersten, eher heissen und kurzen Nacht (jeweils morgens um fünf Uhr läutet die Glocke und reisst einem aus jedem Tiefschlaf), erhielten wir am Dienstagmorgen eine Führung durch das Dorf und machten uns anschliessend an die Arbeit in der Klinik: Das Auspacken der Koffer und die Inventarisierung standen auf dem Plan.

 

In den nachfolgenden Tagen haben wir uns ein Zimmer im Schulhaus eingerichtet, in welchem Marcello die Mundhygieneinstruktion durchführte, die beiden Zahnis die Kinder kurz „Durchscreenten“ und Rahel und Ursina die Krankengeschichten schrieben.

 

Sobald die ersten Krankengeschichten geschrieben waren, erhielten die ersten Jugendlichen von Lukas eine Zahnsteinentfernung und Zahnreinigung. Und kurz darauf konnten sich Jugendliche mit den grössten und hässlichsten Löchern über eine neue, weisse und perfekte Füllung oder einen Eckaufbau freuen.

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