Swiss Student Fund for Children Empowerment

25. Juli 2009

Alles hat ein Ende - nur die Wurst hat zwei - ein letzter Bericht aus der Dom.Rep.

 

Ein herzliches Hallo an euch
 
Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei - ein letzter Bericht aus der DomRep.
 
Zahnmedizin ist und bleibt Zahnmedizin - auch in der Dominikanischen Republik. Vergangenen Dienstag besuchten wir (Claudio, Urs, Anja und ich) die Zahnmedinische Fakultaet der Universitaet San Pedro de Macoris. Zu unserer Ueberraschung scheint der Klinikalltag universal zu sein; Studenten im Labor, am Phantom oder am Patienten - fast wie zu Hause. Im Anschluss lud uns Kieran, der Direktor des NPH Kinderdorfes zu einer riesigen Pizza ein - que bueno.
 
Am Mittwoch nahmen Anja und ich nach getaner Arbeit zum ersten Mal an der woechentlichen Messe im Dorf teil. Brav eingereiht im Sonntags-Staat wurden alle Kinder inkl. uns platziert. Die Stimmung war geloest und heiter, was vor allem an der Live-Musik und dem Kinderchor zu verdanken war. Anschliessend fand man sich vor der "Zahnklinik" ein, um die Einweihung unserer neusten Errungenschaft (ein dunkelblauer Zahnarztstuhl) zu feiern. Der Padre, immernoch unter der Hitze leidend, segnete uns und die Klinik mit einem selbst gepflueckten Blumenstrauss. Einen Apfelsaft und tausend Fotos spaeter war der ganze Spuk auch schon vorbei und wir begruessten Noelle, unseren Neu-Ankoemmling.
 
Am naechsten Tag erwarteten wir mit grosser Freude den Schweizer Botschafter und seine Gattin, die unseretwegen dem NPH-Dorf einen Besuch abstatteten. Das erfreuliche Fazit am Ende des Tages lautete: ein neuer Generator, gespendet von der Schweizerischen Botschaft.
 
Kurz darauf verliess uns unser Don Claudio, der seine Heimreise in die Schweiz mit einem lachenden und mit einem weinenden Auge antrat.
 
Am Wochenende besuchten wir die Hauptstadt Santo Domingo und fanden zufaellig ein sog. "Dental Labor": 5 Prothesen auf einem schaebigen Tisch und ein eifriger Verkaeufer dahinter. Man hatte die freie Auswahl....
 
Am Sonntagabend kehrten Anja und ich ins Dorf zurueck, waehrend Urs und Noelle ihre Entdeckungstour durchs Land aufnahmen.
 
Seit Montag Morgen meistern wir (Anja und ich) den taeglichen Ansturm: Kinder, Nonnen, Tias, Volontaere, Bauarbeiter, Putzfrauen und sogar dies hiesige NPH-Korophae Marijo.
 
Die Zeit fliegt  und so muessen wir langsam auch schon ans Packen denken. Doch bis dahin gibt unser Dream Team von Superdentistas noch einmal Gas - erst dann wird in die Ferien gestartet.
 
Liebe Gruesse, viel Waerme und Sonne in die Schweiz und hebeds guet
Oli und Anja

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13. Juli 2009

Hola amigos =¿?¿*P (HILFE, ich finde das Ausrufezeichen nicht)

 

Wie geplant begann die Woche mit der Aufnahme des Klinikbetriebes und den damit verbundenen Behandlungen der ersten Kinder.
Dank dem Einsatz von Hani und Don erwartete uns am Dienstagmorgen eine
Ueberraschung. Ein nigelnagelneuer Zahnarztstuhl stand inmitten unserer
Klinik. Das Chaos brach aus. Ueberall Handwerker und Techniker, sowie
spielende Kinder und mittendrin unsere beiden Koordinatoren, die alles mit
Argusaugen ueberwachten. An dieser Stelle ein grosses Dankeschoen!

Zur Feier des Tages stiessen wir alle gemeinsam im Batay (dem lokalen Armenviertel) auf die gelungene Verbesserung der Infrastruktur an.

Dies war wohl die speziellste Fete ever gewesen. 10 weisse Gringo-Wuerstchen mit dem einen oder anderen Sonnenbrand schwangen die Hueften inmitten einer Gruppe schaulustiger Einheimischer. Schlimmer als auf dem Viehmarkt - oder anders gesagt die Sicht mal aus dem Aquarium heraus.
Doch wir haben uns gut amuesiert und sogleich mit allen Kindern Freundschaft
geschlossen.

Der naechste Tag brach gemuetlich an, da die Klinik immer noch unter einer
dicken Staubschicht lag. Nachdem uns Stephan noch die letzten Tipps und Tricks mit auf den Weg gegeben hat, beschlossen wir spontan an den Strand von Juan Dolio zu fahren. Dort feierten wir einen gebuehrenden Abschied. (Allerdings liess das Schuhsohlen-Fleisch zu wuenschen uebrig, doch schoen wars allemal)

Donnerstag Mittag war es dann soweit und Stephan trat seine Heimreise an.
Unterdessen kaempften wir tapfer gegen Berge von Schmutzwaesche und sich
stapelnder Krankengeschichten.

Wie schnell die Zeit vergeht, bereits war es Freitag geworden und die
lokalen Zahnmedizinstudenten statteten uns einen Besuch ab. Don war ganz in seinem Element und zeigte seine Qualitaeten als Dozent. Zeitgleich weihten wir ehrfuerchtig den neuen Stuhl ein. Ein Wunder der
Technik oder wie Don sagen wuerde: HEUREKA!

Am gleichen Abend noch packten wir unser Buendel und ruckelten in einem
Guagua (oeffentliches Verkehrsmittel der Dom.Rep.) nach Bayahibe. Dort
liessen wir den Abend gemuetlich bei koestlicher, selbstgemachter,
italienischer Pasta ausklingen. (Klein, aber fein. Wirklich klein.)

Werbung luegt nicht immer, mussten wir am drauffolgenden Tag feststellen. Weisse Sandstraende, tuerkisblaues Meer, wehende Palmenwipfel im Wind mit frischen Kokosnuessen...(na gebts zu, ihr seid schon ein bisschen neidisch, gell?) Urs, Anja und ich erkundeten die Unterwasserwelt und schnorchelten mit den Fischschwaermen um die Wette. Atemberaubend!!!

Nach dem anstrengenden Teil war Entspannung angesagt und wir Maedels liessen uns mit einer Pedicure par excellence fuer nur mal 1Fr. verwoehnen.
Urs hat sogar geduldig zugeschaut und fast haetten wir ihn auch davon
ueberzeugt.

Das wahre Paradies zeigte sich uns allerdings am Sonntag auf dem Ausflug
nach Isla Saona. Es gibt keine Worte dies zu beschreiben, ohne dass es kitschig klingt: es war einfach traumhaft. Wir stiessen mit einem Menterita (hier wird der Drink Cuba Libre "kleine Luege" genannt, da Kuba ja NICHT frei ist) im Piscina Naturale an. Eine idyllische Meeresbucht mit ungewoehnlich zutraulichen Mitbewohnern: einem bezaubernden Seestern.

Schokobraun kehrten wir abends ins NPH - Dorf zurueck und planten bei einem Teller Spaghetti a la Don unsere naechste Klinik-Woche.
Das Motto: Mit Volldampf voraus! (Was dann auch nach anfaenglicher Strompanne und einem schweizerdeutschem Schimpfeklat hervorragend umgesetzt wurde)

So ist es wieder einmal Montag und es kommt die Erinnerung...
Wir sitzen im ueberklimatisierten Internet-Cafe und schreiben mit der
tickenden Uhr um die Wette.

Wer hat an der Uhr gedreht,
ist es wirklich schon so spaet?
Heut ist nicht alle Tage,
ich komm wieder, keine Frage!

Liebe Gruesse

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6. Juli 2009

Wir sind online- und das in der Dominikanischen Republik

 

Endlich, nach 09 min und 30 sekunden Sieg auf ganzer Linie!

 

wir sind online...und das in der dominikanischen Republik...

 

aber erst mal schoen von Anfang an:

 

Herzlich Willkommen

 

Wir, das sind Claudio (hier von Allen nur Don genannt), Stephan (el jefe), Urs, Anja (Papaya) und Olivia, haben uns in die Karibik abgesetzt, um die zahnmedizinische Versorgung des NPH Kinderdorfes in der Naehe von San Pedro de Macoris sicherzustellen.

 

Nach einer Odysse, die uns 4 Tage lang in Madrid stranden liess, sind wir am Sonntag Abend, den 28. Juni, muede und erschoepft in Punta Cana gelandet. Karibisches Feeling war sogleich da und wir wurden stuermisch von gierigen Muecken begruesst.

Seither ist die Zeit wie im Flug vergangen und Anja muss sich soeben ganz schoen anstrengen, um die Erinnerung aufzufrischen. Gottseidank bin ich nur Tippse!

Wir haben innerhalb letzter Woche alle 157 Kinder befundet und uns mit dem Dorfleben vertraut gemacht.

 

Am ersten Tag wurde die Klinik aus Ihrem Winterschlaf geholt, geputzt und zu neuem Leben erweckt. Ungluecklicherweise mussten wir dabei feststellen, dass waehrend unserer Abwesenheit dem Material nicht die noetige Pflege und Sorge getragen wurde. Zudem erlebten wir eine unangenehme Ueberraschung. Einer der sog. Materialkoffer wurde allem Anschein nach in Zuerich gewaltsam aufgebrochen und unser Instrumentarium sowie die Bohreraufsaetze entwendet. Zum Glueck gibt es Menschen wie Dr. Hani, die uns mit fehlendem Material aus der Patsche zu helfen.

 

Unser Arbeitsalltag begann morgens um 08 30 Uhr. Wir besuchten die Kinder in ihren Haeusern und richteten dort unsere mobile Praxis ein. Don Claudio begruesste alle und stellte unser Projekt vor. Danach fuehrte er die Kleinen in das ein-mal-eins des Zaehneputzens ein, und das noch auf spanisch-italienisch-latein! Oder gell Claudio, wenn gar Nichts mehr ging, einfach auf schweizerdeutsch: Du bisch scho chli es Dreckssaeuli du!

 

Jeder von uns war fuer das Mittagessen einem bestimmten Casa zugeteilt.

Prompt kam ich (Olivia) am ersten Tag 10min zu spaet und erhielt eine saftige spanische Standpauke von der Tia. (Meinen Spanisch-Kenntnissen sei Dank, habe ich doch so nicht alles Wort fuer Wort verstanden)

 

Nach zwei Tagen war klar wo wir nach dem Essen jeweils alle gemeinsam anzutreffen waren. Im Casa von Urs mit seinen kleinen Goldschaetzen, die sich uebrigens voller Neugier auf seinen Adamsapfel gestuerzt haben und alle einmal fuehlen wollten. Ganz verwundert fragten sie dann Anja: Warum hast du nicht auch so ein Gurgeli

 

Am Freitag Morgen holte mich und Urs der Fluch der Karibik ein, so dass wir den Morgen seekrank im Bett verbrachten. Nichtsdestotrotz tuckerten wir Abends mit einem Granaten-Gschwuer (Claudios Beschreibung einer alten Schrottkiste von Taxi) nach Juan Dolio, wo wir das Wochenende verbrachten. Weisse Sandstraende umsaeumt von Palmen und dem rauschenden Meer.

 

Meine erste Kontaktaufnahme mit dem karibischen Meer verlief etwas ungluecklich. Vergiss nie, das Meer nimmt sich was es will. Darum liebe Olivia doppelt geknuepft haelt immer besser.

 

Petri Heil galt leider nicht fuer Urs und Stephan, die sich fruehmorgens aus den Federn quaelten, um mit Einheimischen angeln zu fahren. Spass hats trotzdem gemacht.

 

Spontan entschieden sich Don Claudio und Urs fuer einen Besuch beim Damen-Frisoer, wo es nebst Klatsch und Tratsch auch ein Bier und natuerlich den Haarschnitt gab. Etwas unverstaendlich die Buchhaltung, da Claudios Rasur 50 Pesos teurer war als jene von Urs.

 

Leider verging die Zeit viel zu schnell und bereits mussten wir unsere Rueckreise antreten. In diesem Moment begann es Katzen zu hageln und wir lernten unsere 1. Lektion im Taxi-fahren:

gegeben 1 PW, 6 Personen

gesucht: Transport aller 6 Personen auf einmal

Loesung: 4 hinten (Urs, Anja, Stephan und Ich) 2 vorne (Don und Jacob ein Volunteer)

Wieder was gelernt!

 

Jetzt muss ich ganz schnell schreiben weil die Zeit in diesem Internet-Cafe-Dings-Bums ablaeuft und Anja gerade Bedenken geaeussert hat dass das Senden der Mail wahrscheinlich weitere 5min in Anspruch nehmen wird.

 

Sorry dass es jetzt so abrupt endet, aber wir melden uns wieder!

 

Gemeinsam sind wir staerker! (Gell Don)

 

Ganz liebe Gruesse und Kuesse

 

von Allen

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