Do
23
Jul
2009
XELA, 2. und 3. Woche in Guatemala:
Die Arbeit hier in Xela im neuen Kinderdorf hat ziemlich chaotisch angefangen...die ersten 2,3 Tage haben wir unser Wartezimmer noch zum platzen voll gehabt, aber dann waren wir morgens ploetzlich
weit und breit die Einzigen! Nachmittgs wurden wir regelrecht mit Kindern ueberhaeuft, was uns mit 2 Stuehlen, von denen manchmal nur einer funktioniert, masslos
ueberforderte. Das Problem hier ist, dass im Gegensatz zur Hauptstadt, wo die Kinder Ferien hatten, morgens alle in der Schule sind.
Nachdem wir uns ein bisschen beschwert haben, wurde es etwas besser.
Am Wochenende wollten wir uns dann in den heissen Thermen Fuentes Georginas so richtig erholen und endlich wieder mal warm bekommen. So entspannend war es dann leider nicht, denn das Wasser war fuer
uns Europaeer einfach doch zu heiss und das Restaurant auf das wir uns so gefreut haben eine Baustelle...aber ein Erlebnis war es allemal; nur schon die Kulisse: das dampfende Wasser
und die regenwaldaehnliche Vegetation im Hintergrund in den ersten Sonnenstrahlen waren den Ausflug wert.
Am Sonntag besuchten wir Chichicastenango, wo sich der groesste Markt Mittelamerikas befindet.
Unsere 2. Woche Arbeit in Xela hat schon mal super angefangen, am Dienstag fuehrte uns ein hiesiger Zahnarzt, Tomas Cornejo (bin mir mit dem Nachnamen nicht ganz sicher...), ins
Zentrum in ein gutes Restaurant aus. Das Zentrum hier hat abends einen ganz besonderen Charme, mit ein paar Bars in denen sowohl Guatemalteken wie Gringos anzutreffen sind, man fuehlt sich nur noch
halb so fremd! ;)
Die Behandlungen liefen gut, und Tomas hat uns versprochen, dass wir mal mit ein paar Kindern zu ihm Roentgenbilder machen gehen koennen. Gegen Ende der Woche liess aber die
Disziplin unserer Patienten noch mehr nach, es kamen viele, nur nicht die, die kommen sollten. Die Termine die wir vergaben, wurden vergessen, kurz: die Guatemalteken kommen wann sie wollen,
oder gar nicht.
Wir beschlossen, die ganzen Patientenakten durchzugehen, und Listen fuer jeden Morgen und jeden Nachmittag zu erstellen und dem Direktor abzugeben. Das funktioniert nun halbwegs...es kommen nicht immer die, die auf der Liste sind, aber die Patienten kommen in einer Anzahl, die wir bewaeltigen koennen. Dieses Problem waere also geloest! :)
Freitagabend haben wir uns aufgeteilt: Adrian, Lorenzo und Linda machten sich auf das Nachtleben von Xela zu entdecken. Als Gringo wird man hier an der Kolonne von Guatemalteken vorbei, ohne Eintritt
natuerlich, in die Disco geschleust, das hat uns natuerlich gut gefallen!
Die andere Kleingruppe, Andrea, Wilma und Elodie, haben sich fuer richtige Kultur entschieden, und machten am Samstag eine Tour mit dem Chickenbus nach Huehuetenango und einer Maya-Ruinenstaette.
Sonntag haben wir uns dann alle eine Vulkanbesteigung gewagt: um 4 Uhr morgens wurden wir abgeholt und dann gings los: anfangs noch im Dunkeln (wir mussten uns auf den schwierigen Wegen mit unseren
Handys behelfen) spaeter im Nebel hinauf, unglaublich steil und das fast 4 Stunden. Die Aussicht auf der Spitze von Santa Maria war jedoch atemberaubend und wir durften beim
Fruehstuecken (selten hat ein zMorge so gut geschmeckt) einen Ausbruch vom kleineren Vulkan Santiaguito miterleben. Der Abstieg war schwer und nicht weniger anstrengend, und um ein Uhr waren wir
wieder zu Hause, todmuede, aber sehr stolz auf unsere Leistung!
Viele Gruesse von uns allen bis zum naechsten Bolgeintrag

