Endlich, nach 09 min und 30 sekunden Sieg auf ganzer Linie!
wir sind online...und das in der dominikanischen Republik...
aber erst mal schoen von Anfang an:
Herzlich Willkommen
Wir, das sind Claudio (hier von Allen nur Don genannt), Stephan (el jefe), Urs, Anja (Papaya) und Olivia, haben uns in die Karibik abgesetzt, um die
zahnmedizinische Versorgung des NPH Kinderdorfes in der Naehe von San Pedro de Macoris sicherzustellen.
Nach einer Odysse, die uns 4 Tage lang in Madrid stranden liess, sind wir am Sonntag Abend, den 28. Juni, muede und erschoepft in Punta Cana gelandet. Karibisches Feeling war
sogleich da und wir wurden stuermisch von gierigen Muecken begruesst.
Seither ist die Zeit wie im Flug vergangen und Anja muss sich soeben ganz schoen anstrengen, um die Erinnerung aufzufrischen. Gottseidank bin ich nur Tippse!
Wir haben innerhalb letzter Woche alle 157 Kinder befundet und uns mit dem Dorfleben vertraut gemacht.
Am ersten Tag wurde die Klinik aus Ihrem Winterschlaf geholt, geputzt und zu neuem Leben erweckt. Ungluecklicherweise mussten wir dabei feststellen, dass waehrend unserer Abwesenheit
dem Material nicht die noetige Pflege und Sorge getragen wurde. Zudem erlebten wir eine unangenehme Ueberraschung. Einer der sog. Materialkoffer wurde allem Anschein nach in Zuerich gewaltsam
aufgebrochen und unser Instrumentarium sowie die Bohreraufsaetze entwendet. Zum Glueck gibt es Menschen wie Dr. Hani, die uns mit fehlendem Material aus der Patsche zu helfen.
Unser Arbeitsalltag begann morgens um 08 30 Uhr. Wir besuchten die Kinder in ihren Haeusern und richteten dort unsere mobile Praxis ein. Don Claudio begruesste alle und stellte
unser Projekt vor. Danach fuehrte er die Kleinen in das ein-mal-eins des Zaehneputzens ein, und das noch auf spanisch-italienisch-latein! Oder gell Claudio, wenn gar Nichts mehr ging, einfach auf
schweizerdeutsch: Du bisch scho chli es Dreckssaeuli du!
Jeder von uns war fuer das Mittagessen einem bestimmten Casa zugeteilt.
Prompt kam ich (Olivia) am ersten Tag 10min zu spaet und erhielt eine saftige spanische Standpauke von der Tia. (Meinen Spanisch-Kenntnissen sei Dank, habe ich doch so nicht alles Wort
fuer Wort verstanden)
Nach zwei Tagen war klar wo wir nach dem Essen jeweils alle gemeinsam anzutreffen waren. Im Casa von Urs mit seinen kleinen Goldschaetzen, die sich uebrigens voller Neugier auf seinen Adamsapfel
gestuerzt haben und alle einmal fuehlen wollten. Ganz verwundert fragten sie dann Anja: Warum hast du nicht auch so ein Gurgeli
Am Freitag Morgen holte mich und Urs der Fluch der Karibik ein, so dass wir den Morgen seekrank im Bett verbrachten. Nichtsdestotrotz tuckerten wir Abends mit einem
Granaten-Gschwuer (Claudios Beschreibung einer alten Schrottkiste von Taxi) nach Juan Dolio, wo wir das Wochenende verbrachten. Weisse Sandstraende umsaeumt von Palmen und dem rauschenden Meer.
Meine erste Kontaktaufnahme mit dem karibischen Meer verlief etwas ungluecklich. Vergiss nie, das Meer nimmt sich was es will. Darum liebe Olivia doppelt geknuepft haelt immer
besser.
Petri Heil galt leider nicht fuer Urs und Stephan, die sich fruehmorgens aus den Federn quaelten, um mit Einheimischen angeln zu fahren. Spass hats trotzdem gemacht.
Spontan entschieden sich Don Claudio und Urs fuer einen Besuch beim Damen-Frisoer, wo es nebst Klatsch und Tratsch auch ein Bier und natuerlich den Haarschnitt gab. Etwas
unverstaendlich die Buchhaltung, da Claudios Rasur 50 Pesos teurer war als jene von Urs.
Leider verging die Zeit viel zu schnell und bereits mussten wir unsere Rueckreise antreten. In diesem Moment begann es Katzen zu hageln und wir lernten unsere 1. Lektion im Taxi-fahren:
gegeben 1 PW, 6 Personen
gesucht: Transport aller 6 Personen auf einmal
Loesung: 4 hinten (Urs, Anja, Stephan und Ich) 2 vorne (Don und Jacob ein Volunteer)
Wieder was gelernt!
Jetzt muss ich ganz schnell schreiben weil die Zeit in diesem Internet-Cafe-Dings-Bums ablaeuft und Anja gerade Bedenken geaeussert hat dass das Senden der Mail wahrscheinlich weitere 5min in
Anspruch nehmen wird.
Sorry dass es jetzt so abrupt endet, aber wir melden uns wieder!
Gemeinsam sind wir staerker! (Gell Don)
Ganz liebe Gruesse und Kuesse
von Allen